COSIMA FILMTHEATER

Sieglindestraße 10
12159 Berlin
U- und S-Bahn Bundesplatz
Tel.: 030 / 667 02 828
Fax.: 030 / 667 02 827
Wir zeigen heute,
Mittwoch, den 20.05.2026:


15:30 Cosima:
Arrow Nachbeben

18:00 Cosima:
Arrow Rose

20:30 Cosima:
Arrow SNEAK Preview (OmU)

Wir empfehlen auch den Besuch unserer Nachbarkinos:
Pfeil Eva Lichtspiele
Pfeil Bundesplatz Kino
Berlin-Film-Katalog präsentiert

Die Herren mit der weissen Weste (1969/70)

... nur am Montag, 1. Juni um 17.30 Uhr im Cosima-Filmtheater!

Montag 01.06.


Wir zeigen „Die Herren mit der weißen Weste“ zur Erinnerung an Mario
Adorf, der am 8. April im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

BRD 1969/1970 – 91 Min. – Farbe
R: Wolfgang Staudte
B: H. O. Gregor (d.i. Horst Wendlandt), Paul Hengge
K: Karl Löb – M: Peter Thomas
D: Mario Adorf, Martin Held, Walter Giller, Hannelore Elsner, Heinz Erhardt, Agnes Windeck, Rudolf Platte, Rudolf Schündler, Herbert Fux, Norbert Grupe (aka „Prinz Wilhelm von Homburg“), Willy Reichert, Siegfried Schürenberg, Sabine Bethmann, Achim Strietzel, Friedrich Schoenfelder
Foto Quelle: DFF

Mit großem Bahnhof wird Bruno „Dandy“ Stiegler (Mario Adorf) auf dem Flughafen Tempelhof empfangen. Doch nicht nur „Dandys“ alte Kumpane wissen:
Der vorgebliche Boxpromoter ist in Wahrheit aus den USA zurückgekehrt, um in Berlin ein paar neue „große Dinger zu drehen“. Allen voran der pensionierte Oberlandesgerichtsrat Zänker (Martin Held) hat nur auf diese Gelegenheit gewartet, dem Gangster endlich das Handwerk zu legen – etwas, das ihm während seiner Zeit als Richter nie gelungen ist. Zur Seite stehen Zänker andere Beamte und Ehrenmänner im Ruhestand. Zusammen mit seiner Schwester (Agnes Windeck) hecken sie ihrerseits Pläne für große Raubzüge aus, um „Dandy“ und seiner Bande stets einen Schritt voraus zu sein.
Wolfgang Staudte (1906-1984) ist mit Filmen wie „Die Mörder sind unter uns“, „Rotation“, „Der Untertan“, „Rosen für den Staatsanwalt“, „Kirmes“ oder „Herrenpartie“ als einer der bedeutendsten zeitkritischen deutschen Filmemacher der vierziger, fünfziger und sechziger Jahre in Erinnerung geblieben. Obwohl einige dieser Arbeiten auch satirische Elemente enthielten, wird häufig übersehen, daß Staudte auch immer Sinn für Komik hatte und ein guter Lustspielregisseur war.
Sein drittletzter Kinofilm war diese Gaunerkomödie nach einer Idee des legendären Berliner Produzenten Horst Wendlandt, der auch am Drehbuch mitwirkte. Ausgiebig wurden hier Berliner Attraktionen nicht nur ins Bild gerückt, sondern auch wesentlich in die Handlung eingebunden, so das Olympiastadion, die alliierte Truppenparade auf der Bismarckstraße, die Neuköllner Einflugschneise des Flughafens Tempelhof und letzterer als Schauplatz für Anfang
und Ende des Films.
Wichtige Rollen wurden ihren Darstellern auf den Leib geschrieben und selbst für Nebenfiguren prominente Schauspieler engagiert. Martin Held und Walter Giller agierten rund ein Jahrzehnt nach „Rosen für den Staatsanwalt“ wieder unter Staudtes Regie, und als „Dandys“ Gangsterbraut drehte die junge Hannelore Elsner gut sechs Jahre nach „Die endlose Nacht“ ein weiteres Mal
auf dem Flughafen Tempelhof.